Psychische Gesundheit geht uns alle an.

Auch 2026 laden die Wochen der seelischen Gesundheit im Landkreis Görlitz wieder dazu ein, ins Gespräch zu kommen, neue Impulse zu sammeln und gemeinsam Stärke zu entwickeln. Neben dem Glückskongress als zentrales Highlight sind erneut rund 50 Veranstaltungen an verschiedenen Orten im Landkreis geplant – organisiert von engagierten Partnern, Initiativen und Fachkräften vor Ort. Im Oktober werden Sie also viel beschäftigt sein, mit Prävention, neuen Perspektiven und vor allem seelischer Gesundheit.

Die Aktionswoche unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt” findet in ganz Deutschland statt. 

 Gemeinsames Ziel ist ein Miteinander, das niemanden ausklammert. Vor allem Betroffene von schweren psychischen Erkrankungen benötigen wirksame Unterstützung und gesellschaftliche Akzeptanz, die in den Wochen vermittelt werden. 

Auch Sie haben ein Angebot, welches interessant wäre, dann melden Sie sich gern bei uns: 


Rückblick Glückskongress 2025 in Görlitz – Auftakt der #WochenDerSeelischenGesundheit im LK Görlitz

Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, Unterstützerinnen und Unterstützer, Referentinnen und Referenten, Teilnehmenden und Engagierten.

Der Glückskongress lebt nicht nur von den Vorträgen – sondern von den Menschen, die ihn gestalten, mitdenken und weitertragen.

Weitere Informationen zu den Referentinnen und Referenten

Markus Väth: 

Der 4. Glückskongress hat gezeigt:

  • Zuversicht ist lernbar und teilbar.
  • Psychische Stärke braucht Räume für Austausch,
  • Offenheit und Begegnung.

Der Glückskongress stand im Zeichen der Frage:

Schon die Eröffnung setzte ein Zeichen: Zur Begrüßung erklang das bekannte Klavierstück aus dem Film Forrest Gump – ein Moment, der viele Teilnehmende bewegte. Manuela Thomas, Geschäftsführerin des Sozialen Netzwerks Lausitz, nahm diesen Ton auf und erinnerte daran, wie wichtig es ist, gerade in unsicheren Zeiten auf Hoffnung und Zusammenhalt zu setzen.

Die Botschaft war klar: Zuversicht ist kein Luxus – sie ist eine Ressource, die uns alle trägt.

Gemeinschaft statt Isolation 

Psychische Gesundheit entsteht selten allein. Menschen brauchen Zugehörigkeit, Begegnung und das Gefühl, gesehen zu werden. „Miteinander statt nebeneinander“ beschreibt eine Gesellschaft, in der Menschen nicht nur gleichzeitig leben, sondern sich füreinander interessieren, zuhören und Verantwortung füreinander übernehmen. 

Auch die berühmte Harvard Study of Adult Development, eine der längsten Langzeitstudien der Welt, kommt zu dem Ergebnis: 

„Gute Beziehungen machen uns glücklicher und gesünder.“ 

Menschen mit stabilen sozialen Beziehungen sind psychisch widerstandsfähiger, leiden seltener an Depressionen und leben länger. 

Jede Psyche zählt – Diversität fördert gesellschaftliche Gesundheit 

Jede Psyche ist einzigartig. Menschen erleben die Welt unterschiedlich – geprägt durch Herkunft, Kultur, Alter, Geschlecht, Fähigkeiten, Erfahrungen und Lebensgeschichten. Eine vielfältige Gesellschaft erkennt diese Unterschiede nicht als Problem, sondern als Bereicherung. „Jede Psyche zählt“ bedeutet auch: Jede Perspektive zählt. 

Diversitätsforschung zeigt, dass Zugehörigkeit und Anerkennung zentrale psychologische Grundbedürfnisse sind (Baumeister & Leary, 1995). 

Wer Diskriminierung, Ausgrenzung oder soziale Abwertung erlebt, weist ein deutlich höheres Risiko für psychische Belastungen auf. Umgekehrt fördern Teilhabe, Wertschätzung und soziale Integration das Wohlbefinden. 

Die WHO betont: 

Psychische Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern ein Zustand des Wohlbefindens, in dem Menschen ihre Fähigkeiten entfalten, mit Belastungen umgehen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.